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Jupiter

Unser Sonnensystem


DATEN


Entfernung von der Sonne: 740,9 - 815,7 Millionen km
Durchmesser (Äquator): 142.948 km
Masse (Erde=1): 318
Volumen (Erde=1): 1.319
Dichte (Wasser=1): 1,3
Oberflächentemperatur: -150°C
Umlaufzeit: 11,9 Jahre
Umdrehungszeit (Äquator): 9h 50min
Bahngeschwindigkeit: 13,1 km/s
Achsenneigung: 3,1°
Monde: mindestens 16, darunter die vier Galileischen Monde Io, Europa, Ganymed, Kallisto


WISSENSWERTES

Jupiter ist der größte Planet unseres Sonnensystems und trägt demzufolge auch den Namen des Herrschers des Olymp.
Im Altertum hielt man Jupiter aufgrund seiner Größe für eine Art Miniatursonne. Tatsächlich ist aber die Zentraltemperatur mit ca. 30.000°C viel zu gering, als dass Kernreaktionen eingeleitet werden könnten. Dennoch ist es bemerkenswert, dass dieser Planet 1,7 mal mehr Energie abgibt, als er von der Sonne erhält. Die Wissenschaft erklärt dieses Phänomen als Überbleibsel seiner Entstehungszeit. Jupiter besteht nach heutiger Erkenntnis aus einem Gesteinskern mit etwa 46.000 km Radius, der von flüssigem, molekularen Wasserstoff umgeben ist.
Jupiter übt aufgrund seiner ungeheuren Masse einen großen Einfluß auf unser Sonnensystem aus. So verhindert er das Entstehen eines größeren Planeten im Bereich des Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter.

Etwas südlich des Äquators kann man den Großen Roten Fleck beobachten, dessen Färbung wahrscheinlich durch roten Phosphor hervorgerufen wird. Dabei handelt es sich um einen gewaltigen Wirbelsturm, den man schon im 17. Jahrhundert entdeckte. Er ist aber nicht mit irdischen Stürmen vergleichbar. Seine Rotation erfolgt gegen den Uhrzeigersinn, der Bereich, in dem er liegt, ist wesentlich kälter als seine Umgebung.
Anders als bei Uranus ist das Erscheinungsbild der Atmosphäre nicht einheitlich, sondern wolkenzerklüftet. Dabei gilt: Die hellen Zonen liegen am höchsten und bestehen aus Ammoniakkristallen, die dunkleren und tieferliegenderen Schichten aus Ammoniumhydrogensulfid- und Wassereiskristallen.

Jupiter wird von einer Vielzahl von Satelliten umkreist. Zu den bekanntesten zählen die vier Galileischen Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Besonders der Mond Io ist für die Forschung von großer Bedeutung: Auf ihm gibt es bis heute aktiven Vulkanismus und damit verbunden, heiße Stellen auf der ansonsten etwa -215°C kalten Oberfläche. Lange Zeit wurde vermutet, dass auf Io der frühzeitlichen Erde ähnliche Prozesse stattfänden. Da dieser Mond aber innerhalb des Strahlungsgürtels von Jupiter liegt und nur eine sehr dünne Ionosphäre hat, ist Io eine der tödlichsten Welten unseres Sonnensytems.
Ganymed dagegen ist der größte Mond aller Planeten. Sein Durchmesser übertrifft sogar den des Merkur.
Auch Europa ist sehr interessant für die Wissenschaft: Anders als zum Beispiel Ganymed oder Kallisto ist seine Oberfläche völlig glatt und kraterfrei. Spekulationen erklären dies mit einem gefrorenen Ozean, der Europa umgeben soll.

Die Galileischen Monde haben eine Art Sonderstellng unter den Jupiter-Satelliten. Zum einen sind sie bereits mit dem Feldstecher beobachtbar, zum anderen unterscheiden sie sich in ihrem Aufbau von den übrigen Monden. Es wird sogar vermutet, dass einige der äußeren Begleiter Jupiters eingefangene Kleinplaneten sind.


Jupiter und seine größten Monde, Fotomontage auf Grundlage von Voyager-Bildern


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