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Mars

Unser Sonnensystem


DATEN


Entfernung von der Sonne: 206,7 - 249,1 Millionen km
Durchmesser (Äquator): 6.800 km
Masse (Erde=1): 0,1
Volumen (Erde=1): 0,15
Dichte (Wasser=1): 3,9
Oberflächentemperatur: -169°C bis 22°C
Umlaufzeit: 686 Erdtage
Umdrehungszeit (Äquator): 24h 37min
Bahngeschwindigkeit: 24,1 km/s
Achsenneigung: 25°
Monde: 2, Phobos (20 bis 28km Durchmesser) und Deimos (10 bis 16km Durchmesser)


WISSENSWERTES

Mars, der den Namen des römischen Kriegsgottes trägt und zuweilen auch aufgrund seiner Färbung als "Der rote Planet" bezeichnet wird, ist der äußerste der inneren Planeten. Seine Erscheinungsbild rührt von seiner eisenstaubhaltigen Atmosphäre her.
Die Oberfläche von Mars ist von großen Grabensystemen, Schluchten und Gebirgen geprägt, die möglicherweise von ehemaligen Flussläufen herrühren. Die beiden bekanntesten Formationen dieser Art stellen Olympus Mons und das sogenannte Valles Marineris dar. Olympus Mons ist mit 25km Höhe und etwa 700km Basisdurchmesser der bis dato größte bekannte Vulkan unseres Sonnensystems. Valles Marineris dagegen ist ein ausgedehntes Grabensystem, vegleichbar dem Grand Canyon. Seine Ausmaße sind mit einer Länge von 4.000km, einer Breite von 240km und 7km Tiefe jedoch ungleich größer. Mars ist bis heute geologisch aktiv.

Die Atmosphäre von Mars ist sehr dünn und besteht überwiegend aus Kohlendioxid (95%). Weitere Bestandteile sind Sticksoff (2,7%) und Argon.
Der Planet wird von einem Magnetfeld umgeben, das von Global Surveyor 1999 untersucht wurde. Die Forschungsergebnisse lassen dabei verschiedene Interpretationen zu. Entweder handelt es sich dabei um ein aktives Dipolfeld wie bei der Erde, oder um eine lokal remanente Magnetisierung der oberen Gesteinsschichten, die Überreste eines nicht meht existenten Paläofelds.
Die um 25° geneigte Marsachse verursacht Jahreszeiten, wie wir sie von der Erde kennen, nur dass sie etwa doppelt so lange dauern. Zwischen Nord- und Südhaöbkugel herrschen starke Klimaunterschiede (kürzere und heißere Sommer und längere, kältere Winter).

Mars besitzt zwei Satelliten, Phobos und Deimos. Ihre unterschiedliche Beschaffenheit lässt den Schluss zu, dass es sich um eingefangene Kleinplaneten handelt. Phobos ist aber für einen weiteren "Rekord" in unserem Sonnensystem zuständig. Er besitzt mit 9.270km die kleinste Entfenung eines Mondes zu einem Planeten.

Seit den siebziger Jahren ist der Mars regelmäßiges Ziel von Satelliten und Sonden. 1971 gelang es der UdSSR erstmals eine Landekapsel abzusetzen - allerdings mit einer Bruchlandung. Überhaupt standen vor allem die sowjetischen Missionen selten unter einem guten Stern, und die Geschichte der Marsforschung ist von vielen Misserfolgen geprägt, die sich bis in die heutige Zeit ziehen. Als Erfolge können die Missionen Viking 1 und 2 (Projekte der USA 1975) und Pathfinder (USA 1997) angesehen werden. Besonders letztere wurde zum Medienereignis hochstilisiert. Die Bilder des Marsfahrzeugs Rover Sojourner gingen um die Welt.
Dennoch bleibt die bemannte Raumfahrt zum Mars vorerst eine Utopie. Nach derzeitigen Maßstäben müsste man mit 7 Monaten Hin- und 7 Monaten Rückflug rechnen. Aufgrund der Konstellation von Mars und Erde wäre dann ein Aufenthalt von mindestens 1,2 Jahren erforderlich. So lange war noch nie ein Mensch im Weltraum. Hinzu käme die tödliche Gefahr bei Strahlungsausbrüchen der Sonne außerhalb des Erdmagnetfeldes.

Mit Mars wird häufig die Frage nach außerirdischem Leben verknüpft. Schon 1877 glaubte Schiaparelli Marskanäle (canali) zur Bewässerung von Oasen entdeckt zu haben. Als 1901 der Guzman-Preis ausgeschrieben wurde, der demjenigen Menschen zufallen sollte, der als erster Kontakt zu Lebewesen anderer Welten aufnähme, wurde der Mars ausdrücklich ausgeschlossen, da man der Ansicht war, dass die Bedingungen sonst zu einfach wären. 1976 dann, näherte die Fotografie einer Gesteinsformation mit ihrem Schattenwurf, die den Umrissen eines Kopfes ähnlich sah, die Spekulationen. Im Jahre 1986 entdeckte man in der Antarktis einen Meteoriten vom Mars (ALH84001,0). Die anfänglich so sensationelle Entdeckung wirbelte bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse 1996 viel Staub auf, sie belegt aber nur, dass es möglicherweise einst Mikroorganismen auf dem Mars gegeben haben könnte. Ein Beweis für Leben auf dem Mars ist dieser Fund keineswegs.


Mars


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