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Bemannte Raumfahrt zum Mond

Raumfahrt


Als die Sowjetunion am 4. Oktober 1957 den ersten Satelliten ins All schoss, reagierte die USA mit einem Schock. Bisher hatte man immer angenommen, man sei dem Gegner im kalten Krieg in technischer Hinsicht um Jahre voraus. Nun musste man sich eingestehen, dass man im Gegenteil sogar zurückhinkte: Wenn die Sowjetunion in der Lage war, einen Satelliten in den Weltraum zu schiessen, war die USA nun auch mit Interkontinentalraketen zu erreichen.
Um den Ruf wiederherzustellen und die eigene Bevölkerung aufzurichten, strengte man einen eigenen Satellitenstart an. Der Countdown wurde bereits zwei Monate nach Sputnik gezählt. Dabei blieb es aber auch: Die Rakete, die den Satelliten hätte befördern sollen, explodierte noch auf der Startrampe.
Weitere zwei Monate später wagte man einen zweiten Versuch, der auch gelang. Verantwortlich für die Trägerrakete war der ehemalige V2-Raketen-Entwickler Wernher von Braun, der nach dem zweiten Weltkrieg in die USA gekommen war und nun für die USA in der militärischen Raketenentwicklung tätig war. Sein Traum blieb aber die bemannte Raumfahrt zum Mond, ein Traum, der unter Präsident John F. Kennedy Formen annahm. Anfang der 60er Jahre kündigte der junge Präsident einen Flug zum Erdtrabanten "noch in diesem Jahrzehnt" an - ein ehrgeiziges Ziel, zumahl die Sowjetunion damals auch den einzigen Menschen im All vorzuweisen hatte: Juri Gagarin (12. April 1961).
Dennoch - Wernher von Braun, der mit der Entwicklung der Saturn 5 Rakete beauftragt wurde - konnte den Zeitplan einhalten und im Juli 1969 begann der Countdown zum größten Medienereignis der Geschichte, das Millionen von Menschen vor dem Fernseher verfolgten. Am 21. Juli war es dann soweit: Neil Armstrong betrat als erster Mensch den Mond und sprach seine inzwischen Geschichte gewordenen Worte "Es ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Schritt für die Menschheit."
Dieser als Apollo 11 bezeichnete Flug war der erste von insgesamt sieben Expeditionen zum Mond. Apollo 17, die bis dato letzte Mission, fand im Dezember 1972 statt.

Erwähnt werden sollten aber auch die Flüge 13 und 15-17. Bei letzteren dreien wurde ein Mondauto ingesetzt, dass zusammengefaltet mit auf den Mond genommen wurde, um dort größere Strecken zurücklegen zu können. Die 13. Mission dagegen geriet fast zu einem Desaster.
Aufgrund einer Explosion, die sich auf dem Hinflug ereignete, kam es zu einem rapiden Sauerstoffabfall, Stromausfällen und Treibstoffverlust. Die Raumsonde driftete nur noch als Wrack durch den Weltraum, an eine Mondlandung war nicht mehr zu denken, es ging nur noch um das Leben der drei Astronauten. Der Funkspruch "Houston, wir haben ein Problem." schrieb Hollywood-Geschichte (z.B. "Apollo 13" mit Tom Hanks).
In einem einwöchigen Krimi gelang der NASA das Wunder: Die Astronauten landeten unversehrt in einem völlig zerstörten Raumfahrzeug auf der Erde.


Apollo 17.    Das Mondauto.


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